Saison 2010/2011

Saisonrückblick Herren I

?Kurs: Landesliga?

Im Frühjahr 2010 stellte man die Weichen für neue Ziele. Weg vom Abstiegskampf zurück in die Erfolgsspur. Der gesamte Kader der Vorsaison konnte gehalten werden. Hinzu kamen das Comeback von Michael Huth wie auch die Neuverpflichtungen der ebenfalls erfahrenen ?DJK?ler? Bernd Zimmermann und Jens Reuschel. Beide waren damals auf der Suche nach einer Neu-Orientierung. Mit Spaß am Sport wieder siegreich sein war Ihr Credo. Hinzu kam als Coach einer Ihrer langen Weggefährten in Person von Wolfgang Ruh, der in seiner Laufbahn schon so einige Ligen erlebte. Auch er strebte wieder nach sportlichem Erfolg und gemeinschaftlicher Geschlossenheit.

So sah man das auch beim TVG. Nach zähen Zeiten der Konsolidierung sollte nun endlich der Weg zurück auf die südbadische Handballbühne führen. Diesem Traum stand jedoch die wohl stärkste Bezirksklasse seit Jahren gegenüber. Konstanz II, Steisslingen II und Ehingen II sowie weitere Stolpersteine im Mittelfeld wie Radolfzell und Überlingen. Eine unberechenbare Liga mit erfahrenen Regionalliga und Oberliga Akteuren sowie etlichen spritzigen Top Talenten (siehe Konstanz). Manche Mannsschaften oft auch mit wechselnden Gesichtern. Das machte es schwer planbar. Gleich 4 Teams wollten hier den Titel. Das gab es lange nicht. Und ein jedes hätte es nominell verdient.

Nach schwierigem Saisonstart mit 1:3 Punkten gegen die Mitfavoriten Konstanz und Steisslingen fing man sich wieder und legte eine erstaunliche Serie hin. Ohne weiteren Punktverlust absolvierte man die Hinrunde und fuhr souverän die Siege ein. Die Niederlage in Blumberg vor Weihnachten war allerdings nicht eingeplant. Dass zum Rückrundenauftakt auch noch Radolfzell im Goldbühl siegt, hätte wohl niemand geglaubt und alle Aufstiegsträume waren zu diesem Zeitpunkt jäh geplatzt. Die Runde schien mit 7 Minuspunkten zu Beginn der Rückrunde gelaufen.

Wie von Wut getrieben und nun natürlich auch ohne Druck verschlang man ab da die Liga. Die Gegner spürten die Wut und ein ums andere Mal strauchelten plötzlich auch die Aufstiegskonkurrenten. Während Ehingen und Steisslingen Federn lassen mussten, marschierte der TVG munter weiter durch die Liga. Konstanz dagegen machte seinem Namen alle Ehre und hielt sich lange schadlos.

Gegen diese HSG sollte es zu einem wahren jedoch einseitigen Endspiel kommen. Platz 2 und das Erreichen der Relegation oder ein weiteres mühsames Jahr im Bezirk waren die Optionen vor dem Spiel. Mit dem Wissen um starke Absteiger von oben und ein somit ebenso schweres Unterfangen Aufstieg 2012, sollte es dieses Mal noch nicht klappen. Am letzten Spieltag stand Konstanz bereits als Meister fest, wollte sich jedoch keine Blöße im Goldbühl geben. Das interessierte in Gottmadingen freilich niemanden. Zu viele Patzer diese Saison und zu viel Wut im Bauch über den verpassen Titel. Und so deklassierte man den Meister zum Abschluss ohne jeden Zweifel mit 40:25 und erreichte aus eigener Kraft noch den Titel des Vizemeisters.

Mit viel Aufwand, Kraft und Willen schaffte man am Ende eine Situation herbei, die vor Wochen noch unmöglich schien. Der Aufstieg in die Landesliga Süd ist wieder zum Greifen nah.

So kommt es nun, dass der mit Abstand stärkste Angriff des Bezirks Hegau/Bodensee (33,4 Tore/Spiel) gegen die Top-Abwehr-Reihen der Oberliga-Reserve der HSG Freiburg (24,15 Gegentore/Spiel) antritt.

Showdown in Hin- und Rückspiel, um dann spätestens am Abend des 21.05.2011 in Freiburg zu wissen, welches Team seine lange Saison mit dem Aufstieg krönen darf.

Freuen wir uns auf einen heißen Tanz mit dem erfolgreichen Ende auf der Hegauer-Seite, um im kommenden Jahr wieder Landesliga-Handball zu erleben.

Bernd Zimmermann